Auf dieser Website dreht
sich alles um meine
Oktobässe, ihre
Entstehung und
die Möglichkeit, wie
man so einen sanften
Riesen mieten kann.

Mein Name ist Wolfgang Staab. Ich bin in einer musikalischen Familie mit einer alten Schreinerei am Haus in Kleinwallstadt aufgewachsen. Mein Vater Josef war Schreiner, Posaunist und Multiinstrumentalist mit untrüglichem Gehör, meine Mutter Rosemarie spielte Gitarre und Akkordeon. Mit 5 Jahren begann ich Tenorhorn zu lernen, mit 12 etwas Klavier, mit 14 Bassgitarre. Sobald ich laufen konnte bastelte ich in der Schreinerei mit Holz und interessierte mich für technische Dinge.
Mit 18 baute ich meine erste eigene Bassgitarre vollständig selbst und gründete 1983 mit 22 Jahren eine eigene Firma. Zuerst alleine und später mit bis zu 3 Mitarbeitern baute ich Bassgitarren, anfangs komplett aus Holz, später mit Carbon-Hälsen und Holz - Composite Hybrid Bodies. Selbst entworfene und gebaute Modelle waren z.B. der „Slapper“ und der „Bogart“ Bass.
Anfang der 1990er Jahre entdeckte ich meine Liebe zum Kontrabass, fing an zu spielen und alte Kontrabässe zu restaurieren. 1995 verließ ich die Bassgitarren-Firma und widmete mich handwerklich fortan ausschließlich der Restauration von alten Kontrabässen und Celli.

Fasziniert von der Vielfalt die man im Kontrabassbau studieren kann - ich hatte mittlerweile über 800 Bässe geöffnet und verschiedenste Reparaturen durchgeführt, kam es mir sehr gelegen, dass ich 2012 eine Anfrage von einer Kundin aus Norwegen erhielt, ob ich Ihr einen Oktobass bauen könnte…
Nach gründlichem Studieren der Materie entschied ich mich, keine Kopie des Vuillaume Modells von 1850 zu bauen, sondern ein leicht modifiziertes Modell eines italienischen Basses von Antonio Pedrinelli, der eine außergewöhnlich bassige, dunkle Klangfarbe hat.
Die Größe wählte ich so, dass das zerlegte Instrument gerade noch in meinem VW Bus transportiert werden kann. Heraus kam ein Modell, das mit 385 cm Höhe und 120cm Breite, etwas größer ist, als das sonst verwendete Vuillaume-Modell.
Inclusive aller Vorarbeiten wie Formenbau, Materialbeschaffung, etc., nahm der Bau meines ersten Oktobasses 13 Monate in Anspruch.
Der hier abgebildete zweite Bass entstand zwischen 2018 und 2025, ohne Stress und mit viel Liebe zum Detail.
BIG BASS BOOGIE - und man sieht, dass der Oktobass nicht nur bei Sinfonieorchestern gut ankommt!
Der Oktobass sorgte beim Eröffnungskonzert des Rheingau Musik Festival am 21. Juni 2025 für großes Aufsehen.
Das Sinfonieorchester des Hessischen Rundfunks hatte extra zu diesem Anlass den Oktobass gemietet und spielte im ausverkauftem Haus im Kloster Eberbach bei Eltville vor knapp 1.200 Gästen. Hier ist die ausführlichee hr-Dokumentation: LINK